3 Jahre Ausbildung zum*r Fachpraktiker*in Hauswirtschaft – Unser Weg bis zur Abschlussprüfung
Drei spannende und lehrreiche Jahre liegen hinter unseren beiden Auszubildenden, die am 15. August 2023 begonnen haben. In ihrem persönlichen Rückblick erzählen sie von ihren Erfahrungen während der Ausbildung zum*r Fachpraktiker*in Hauswirtschaft – von den ersten Tagen des Kennenlernens über die wachsenden Herausforderungen im Ausbildungsalltag bis hin zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Dabei wird deutlich, wie sie sich fachlich und persönlich weiterentwickelt haben und welche gemeinsamen Erlebnisse ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind.
1. Lehrjahr
Der Start in unsere Ausbildung war voller Vorfreude und Aufregung. Unser erster Gedanke: „OMG, drei Jahre!!! Das dauert ja ewig!“
Zuerst mussten wir uns natürlich erst einmal kennenlernen – und das hat richtig gut geklappt.
Bei gemeinsamen Spielen und jeder Menge Gesprächen hatten wir viel Spaß. Zusammen ging es auf Kennenlernfahrt nach Spitzberg. Dort sind auch unsere ersten Insider-Witze entstanden, zum Beispiel „der Baum“ – aber den würde sowieso niemand verstehen, der nicht dabei war. Natürlich mussten wir auch „hart“ arbeiten: Wir haben Douglasien mit der Astschere geschnitten – und dabei ist doch tatsächlich eine Astschere zu Bruch gegangen.
Auch die Schule war klasse: Die meisten Lehrer waren wirklich nett, und mit den anderen Schülerinnen und Schülern kam man super klar. Am liebsten haben wir die Pausen genossen. Kulinarischer Höhepunkt des ersten Lehrjahres: Milchreis mit Erdbeeren – unser absolutes Lieblingsgericht. Wir haben besonders gern in der Küche gearbeitet – das machen wir auch heute noch total gerne. Es gab immer leckere Gerichte zu kochen. Im ersten Lehrjahr waren wir, ehrlich gesagt, ein ziemlich chaotischer Haufen und haben so einigen Blödsinn gemacht. Unsere Ausbilderin war zum Glück sehr tolerant, musste aber ab und zu auch mal energisch durchgreifen.
2. Lehrjahr
Die Aufgaben wurden komplexer, und wir Azubis arbeiteten zunehmend selbstständiger.
Backen und Kochen fielen uns leichter, weil sich langsam eine Routine eingespielt hatte.
Mit Reinigung und Wäschepflege dagegen standen wir eher auf Kriegsfuß: Wir mussten ständig Falten aus T-Shirts herausbügeln, und auch das fachgerechte Wäschelegen fiel uns schwer. Dann kam die Zwischenprüfung, bei der wir zeigen mussten, was wir bis dahin gelernt hatten. Zum Abschluss des Lehrjahres ging es an die Goitzsche: Tretmobil fahren, danach Eis essen – es war ein richtig schönes Erlebnis.
3. Lehrjahr
Im dritten Lehrjahr waren wir leider nur noch zu zweit – dafür gab es aber eine ganz individuelle Betreuung. Jetzt wurde uns mehr zugetraut, und wir übernahmen deutlich mehr Verantwortung. Im Haus fanden zahlreiche Fortbildungen statt, die wir betreut haben – schließlich gehörte das als Dienstleister mit zu unseren Aufgaben. Auch kreativ haben wir uns ausgetobt, passend zu den Jahreszeiten: Ostern, Weihnachten und Co. Dabei entstanden Fliegenpilze aus Eierkartons und Schneekugeln aus Glas. So verging auch das dritte Lehrjahr wie im Flug, und es hieß: ran an die Abschlussprüfung, die noch mal einiges anspruchsvoller war als die Zwischenprüfung. Wir haben gebüffelt und geprobt, auf Teufel komm raus – immer wieder aufs Neue, mit einem müden „OMG, wie langweilig!“
Doch die erste Hürde ist geschafft: Die schriftliche Prüfung liegt hinter uns, und das Gefühl danach war richtig gut. Jetzt freuen wir uns auf unsere Abschlussfahrt nach Wörlitz, für die wir uns schon leckere Lunchpakete geschnürt haben. Am 2. Juli 2026 ging es dann endlich los in den Wörlitzer Park. Es war ein wunderschöner Tag – allerdings mussten wir ganz schön viel laufen. Manche Hindernisse waren echte Mutproben: dunkle Tunnel und wackelige Brücken. Am Nachmittag wurden wir dafür aber mit einer Gondelfahrt belohnt.
Jetzt geht's in den Endspurt: Am 4. August 2026 steht unsere Praxisprüfung an!
Beitragsbilder: Euro-Schulen Bitterfeld-Wolfen