Fünf Personen stehen gemeinsam vor einer Fotoausstellung mit großformatigen Porträts und dokumentarischen Aufnahmen.

Interkulturelle Woche im Landkreis Görlitz – „dafür!“

8. Oktober 2026

Unter dem Motto „dafür!“ fand auch in diesem Jahr die Interkulturelle Woche im Landkreis Görlitz statt. Und die Arbeitsmarktmentor*innen der Euro-Schulen Görlitz und Zittau waren natürlich nicht nur dabei, sondern mittendrin.

Auch in diesem Jahr lud das Fest „Niesky interkulturell“ wieder dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Menschen kennenzulernen und kulturelle Vielfalt zu erleben. Mit einem Informationsstand präsentierten sich die Arbeitsmarktmentor*innen und kamen mit zahlreichen Besucher*innen ins Gespräch – sowohl mit gebürtigen Nieskyer*innen als auch mit geflüchteten Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte.

Für Groß und Klein war etwas dabei: Eine kleine künstlerische Ausstellung lud zum Verweilen ein, Haare wurden geflochten und am Glücksrad konnte so mancher sein Glück herausfordern. Bei Kaffee und Keksen entstanden ganz nebenbei interessante Gespräche. Besonders lecker wurde es, als ukrainische und venezolanische Köstlichkeiten zum Probieren einluden. Für uns war beides ein Genuss – und bei der Frage, was besser geschmeckt hat, können wir uns bis heute nicht entscheiden: Wareniki oder Empanadas?

Starke Frauen teilen ihre Geschichte

Gemeinsam mit Augen Auf e. V. legten die Arbeitsmarktmentor*innen den Fokus in diesem Jahr auf die weiblichen Mentees im Projekt. Unter dem Motto „Starke Frauen teilen ihre Geschichte“ fanden sowohl im Café Solidarité in Löbau als auch im Café Solidarité Zittau Begegnungen statt, bei denen Frauen zusammenkamen, sich austauschten und gegenseitig ihre Geschichten teilten. Jede von ihnen bringt ihre ganz eigene Geschichte, Erfahrungen und Wünsche mit und dennoch verbindet sie alle der Wunsch, anzukommen und sich hier ein eigenes Leben aufzubauen. Was „Ankommen“ bedeutet, ist dabei für jede ganz individuell.

Inhalt des regen Austauschs war, was die Frauen in ihrer Heimat gemacht und erlebt haben, welche Unterschiede sie zwischen ihrem bisherigen Leben und dem Alltag in Deutschland und insbesondere im Landkreis Görlitz wahrnehmen und welche Ziele sie für ihre Zukunft verfolgen. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig ihre Wege und Vorstellungen sind: Die Spanne reicht von Ausbildung über berufliche Neuorientierung bis hin zur Selbstständigkeit. Klar wurde, dass Frauen weit mehr leisten können und wollen als die Rolle als Hausfrau und Mutter. Sie haben eigene berufliche Ziele, Wünsche und Visionen. Sie möchten sich weiterentwickeln, ihre Fähigkeiten einbringen und ihren Kindern als starke Vorbilder vorangehen.

Die Arbeitsmarktmentor*innen freuen sich sehr, „ihre“ Frauen auch weiterhin auf ihrem Weg begleiten und bei der Verwirklichung ihrer persönlichen und beruflichen Ziele unterstützen zu dürfen.

Und vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis dieser Woche: Wie viel möglich wird, wenn man einfach mal „dafür!“ ist.

 

Bilder: Euro-Schulen Görlitz und Zittau

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
Fünf Personen stehen gemeinsam vor einer Fotoausstellung mit großformatigen Porträts und dokumentarischen Aufnahmen.
Mehrere Frauen sitzen in einem hellen Raum gemeinsam an einem Tisch und tauschen sich in einer Gesprächsrunde aus.
Zwei Mitarbeitende stehen bei einer Veranstaltung neben einem Roll-up der Euro-Schulen Görlitz-Zittau zum Projekt Arbeitsmarktmentor*innen im Landkreis Görlitz.