Berufliche Zukunft in Deutschland
Frau Katrin N. kam im Oktober 2022 gemeinsam mit ihrem damals fünfjährigen Sohn von Ecuador nach Bielefeld, um sich im Herkunftsland ihres Vaters eine neue Zukunft aufzubauen.
Als ausgebildete Optikerin war sie in den vergangenen Jahren in Ecuador selbstständig tätig. Umso wichtiger war es ihr, auch in Deutschland möglichst schnell wieder auf eigenen Beinen zu stehen.
In den ersten Monaten konnte sie sich auf die Unterstützung von Familienangehörigen in Bielefeld verlassen, sodass grundlegende Dinge wie Wohnung sowie Betreuung und Einschulung ihres Sohnes rasch geregelt werden konnten. Gleichzeitig stellten das Erlernen der deutschen Sprache und der Erwerb des Führerscheins zentrale Herausforderungen dar.
Im April begann Frau N. schließlich die Maßnahme „Aktiv zum Job“. Mit der Sozialpädagogin Yulia Martin konnten formale Probleme geklärt werden und gemeinsam mit ihrer Jobcoachin Marija Milo wurden ihre Bewerbungsunterlagen optimiert und zahlreiche Initiativbewerbungen versendet. Dank ihrer sehr guten Qualifikationen erhielt Frau N. schnell Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und Probearbeitstagen, die schließlich in einem Arbeitsvertrag mündeten.
In ihrer Freizeit widmet sich Frau N. mit großer Leidenschaft dem Häkeln, insbesondere dem Anfertigen von Tierfiguren. Als Zeichen ihrer Dankbarkeit überreichte sie Frau Milo eine selbst gehäkelte Schildkröte. Diese Geste rührte ihre Dozentin sehr – nicht zuletzt, weil Frau N. aufmerksam wahrgenommen hatte, dass Schildkröten die Lieblingstiere von Frau Milo sind.
Frau Milo resümiert: „Natürlich verläuft nicht jede Teilnahme so erfolgreich und zügig. Doch gerade für engagierte Teilnehmende gelingt es uns in der Regel, eine solide berufliche Perspektive zu eröffnen.“
Beitragsbilder: Euro-Schulen OWL