Praxisnahe Berufsorientierung für Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf zielt auf die frühzeitige, systematische Förderung und Entwicklung arbeitsrelevanter Schlüsselqualifikationen. Außerdem wird die Berufswahlkompetenz von Schülern zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung verbessert - vornehmlich in den Bereichen der im Trendatlas 2020 ermittelten Thüringer Wachstumsfelder. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht dabei das kompetenzorientierte Arbeiten. Schüler mit Förderbedarf erhalten die Gelegenheit, praktische Grundkompetenzen in berufsspezifischen Werkstätten zu erwerben - im Zusammenhang mit Berufsvorbereitung vor allem in den Berufsfeldern, die für diese Schüler reale Ausbildungs- und Beschäftigungschancen bieten. Bei der Berufsorientierung für Schüler ohne Förderbedarf stehen vor allem die mittelqualifizierten MINT-Berufe im Fokus.
 
Die Euro-Schulen nehmen schon seit Jahren an diesem vom Europäischen Sozialfonds für Thüringen geförderten Projekt teil und arbeiten dabei eng mit den Schulen des Sekundarbereichs zusammen.

Praxisnahe Berufsorientierung

Inhalt

Inhalt des Angebotes sind Berufsfelderkundung und Berufsfelderprobung auf der Grundlage der "Landesstrategie zur praxisnahen Berufsorientierung in Thüringen" und der ESF-Schulförderrichtlinie. Schüler erleben zusammenhängend die Anforderungen eines oder mehrerer bewusst ausgewählter Berufsfelder über mehrere Stunden. Die Auswahl orientiert sich an ihren Interessen und Fähigkeiten. Ziel ist praktisches Erleben, Erkunden und Ausprobieren.
 
Das Hauptziel des Projekts ist die Unterstützung der Berufswahlentscheidung und damit des späteren beruflichen Integrationsprozesses der Schüler. Kompetenzorientiertes Arbeiten steht dabei im Mittelpunkt. Es geht um die Vermittlung fachpraktischer und sozialer Kompetenzen im jeweiligen Berufsfeld. Außerdem erhalten die Schüler grundlegende Kenntnisse über Wirtschaft und Arbeitswelt sowie über Anforderungen, die der Arbeitsmarkt stellt.  
 
Schüler der Klassen 7 bis 9 können sich über folgende Berufsfelder orientieren und informieren: 
  1.  Bauwesen, Architektur, Vermessung (Schwerpunkt: Hochbau) 
  2.  Tourismus, Freizeit, Fremdsprachen, Dialogmarketing (Gastronomie, Hotellerie) 
  3.  Elektrotechnik (Schwerpunkt: Elektrik) 
  4.  Medizin, Psychologie, Pflege, Therapie (Altenpflege, Sonstiges) 
  5.  Computer, Informatik, Informationstechnologie (Sonstiges) 
  6.  Landwirtschaft, Natur, Umwelt (Sonstiges, nur für Förderschüler) 
  7.  Metall, Maschinenbau (Schwerpunkt: Metallbau) 
  8.  Holz und Papier (Holzbearbeitungsmechanik) 
  9.  Glas, Farben, Lacke, Kunststoffe (Farb- und Raumgestaltung)

Zugangsvoraussetzungen

Teilnehmen können Schüler (mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf) ab Klassenstufe 7, die eine kooperierende Regelschule oder ein kooperierendes Förderzentrum besuchen.

Dauer

30 Unterrichtsstunden je Schüler und Schuljahr