Besichtigung der Stadtbibliothek Görlitz-1

Besichtigung der Stadtbibliothek Görlitz

1. März 2017

Ende Januar besichtigten die Teilnehmer des ESF-BAMF-Kursese 45 die Stadtbibliothek Görlitz.

Im Eingangsbereich des Gebäudes hieß die Leiterin der Stadtbibliothek Görlitz, Ines Thoermer, die Besucher herzlich willkommen. Bevor sich alle die Räume anschauten, machte sie die interessierten Deutschkursteilnehmer zur Einführung mit der Bibliothek vertraut und übergab ihnen u.a. die Benutzungsordnung und Informationsmaterial zu den vielfältigen Nutzungsangeboten.

Selbstständige Buchausleihe kennengelernt

Während des Rundgangs durch das Magazin im ersten Stock beeindruckte die stattliche zweigeschossige „begehbare Regalanlage“. Zur Erleichterung und um die Katalogisierung und Einordnung zu verdeutlichen, wurde den Teilnehmern die selbstständige Buchausleihe demonstriert. Sie verweilten dort noch etwas länger, um sich mit dem großen Medienangebot sowie der Nutzungsvielfalt, wie z. B. an Büchern, Hörbüchern, Zeitschriften, Zeitungen, CDs, CD-ROMs, Brettspielen, usw., zu befassen.

Beindruckt von der Größe der Räumlichkeiten

Unumstritten waren die Teilnehmer ebenso vom prachtvollen Lesesaal im zweiten Stockwerk mit seinem mächtigen Tonnengewölbe überwältigt, dessen Stirnseite zwei große Ölgemälde mit historischen Bibliotheksszenen schmücken.

Neben der architektonischen und technischen Ausstattung und der großen Medienfülle hat viele Teilnehmer am tiefsten beeindruckt, wie viel Platz und Ruhe für Rückzugsmöglichkeiten zum Lesen und Lernen zur Verfügung stehen und vor allem die Kinderbibliothek, die die beiden oberen Etagen einnimmt. Besonders der Raum unter der Kuppel, der für die Jüngsten liebevoll bis ins letzte Detail eingerichtet ist, strahlt Geborgenheit und Wärme aus und gibt mit seinen großzügigen Fensterfronten den Blick über die Stadt frei.

Begeistert von der Kinderbibliothek

Die Teilnehmer dieser Gruppe kommen aus einem Kulturkreis, in dem Familie und Kinder einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Zudem wohnen die meisten von ihnen zur Zeit noch in überaus räumlicher Enge. Demzufolge waren sie von der geräumigen Fläche sowie der behaglichen Atmosphäre der Kinderbibliothek und dem umfangreichen Medienangebot, die den Kinder bereitgestellt werden, besonders angetan.

Bereits im Unterricht hatte die Dozentin den Kursteilnehmern bei Leseschwierigkeiten empfohlen, als ersten Schritt leicht verständlich geschriebene deutsche Kinderbücher zu lesen bzw. ihren Kindern abends vorzulesen. Spontan wird man auch oft von den Kindern phonetisch korrigiert, was sehr hilfreich ist. Ob sie diese Vorschläge annehmen, sei dahingestellt. Der Bibliotheksbesuch stellte für sie auf jeden Fall einen Anreiz dar, um das umfangreiche und vielfältige Bücher- bzw. Medienangebot zu nutzen, den sie zumindest auch an ihre Familien weitergeben.

Positives Resümee

Wenngleich in den vorbereitenden Unterrichtsstunden Diskussionen aufkamen, ob Printmedien und Bibliotheken überhaupt noch eine große Zukunft hätten, fielen im Nachhinein die Gespräche und kleinen Berichte der Teilnehmer über den Besuch der Stadtbibliothek überraschend aus. Dieses Ergebnis mag zum einen auf die große Medienvielfalt für ganz verschiedene Zielgruppen und zum anderen auf die behagliche Atmosphäre der Räume zurückzuführen sein.
Die Bibliothek steht allen offen und ist reich an Plätzen, um sich dort zum Lesen und Lernen zurückziehen zu können.

Mit diesem Besuch sind den Teilnehmern Möglichkeiten aufgezeigt worden, sowohl nach Beendigung des Sprachkurses ihre deutschen Sprachkenntnisse entsprechend ihrer Fähigkeiten weiter zu festigen und auszubauen als auch ihre persönlichen und beruflichen Interessen vielseitig wahrzunehmen.


Hinweis zur Gender-Formulierung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text nur die männliche Form. Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen meint die gewählte Formulierung stets beide Geschlechter.

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
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